Eugen Walser
Kunst ist für mich ein Resonanzraum des Inneren. Seit meiner Jugend begleitet mich das künstlerische Arbeiten als Möglichkeit, Erlebtes, Gedachtes und Gefühltes in eine sichtbare Form zu bringen. Es geht mir nicht um die bloße Abbildung von Wirklichkeit, sondern um Verdichtungen, Verschiebungen und Brüche, die etwas vom Unsichtbaren spürbar machen. In meinen Arbeiten untersuche ich Phänomene des Seelenlebens – das, was sich zwischen Bewusstsein und Unbewusstem, zwischen Erinnerung und Ahnung bewegt. Farben, Formen, Symbole und Fragmente von Geschichten werden dabei zu Bildträgern innerer Zustände. Sie laden dazu ein, eigene Assoziationen zu entwickeln und persönliche Bedeutungen zu finden. Kunst soll nicht erklären, sondern irritieren, berühren und Fragen stellen. Mein Ziel ist es, Bilder zu schaffen, die in den Betrachtenden nachklingen: als kurze Verstörung, als Wiedererkennen oder als leiser Impuls, das eigene Denken und Fühlen zu befragen. So wird künstlerisches Arbeiten zu einem geistigen Experimentierfeld, in dem sich Realität und Imagination immer wieder neu begegnen.
Geboren 1954 im Paznauntal, Gymnasialzeit in Feldkirch und Landeck. 1975 Ausbildung zum Volks- und Hauptschullehrer. Bis 1998 Tätigkeit im Schulbereich des Paznauntals, anschließend bis 2017 Lehrender an der Pädagogischen Hochschule Innsbruck.


Hommage an Mathias Schmidt (Ausschnitt)